Call for Papers

Metrikgetriebene Prozessentwicklung für vernetzte Mobilität ( Vortrag )

Ein Framework zur Risikobewertung von Fahrzeug-Funktionen

Referent: Christopher Kugler, RWTH Aachen University
Vortragsreihe: Software Engineering Management I
Zeit: 05.12.17 10:35-11:15
Co-Referenten: Co-Autoren: RWTH Aachen University: Prof. Dr.-Ing. Stefan Kowalewski FEV Europe GmbH: German Baca Espinoza, Ralf Maquet, Jiju Vadakkepattath, Dr.-Ing. Johannes Richenhagen, Dr.-Ing. Dirk Macke

Zielgruppe

Tester

Themenbereiche

Test & Qualitätssicherung, Software Engineering Management

Schwerpunkt

Prozess

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Mobilität verändert sich disruptiv: Neue Themenkomplexe wie Fahrzeugvernetzung und hochintelligente Assistenzsysteme stellen hohe Qualitätsanforderungen an SW-Produkte bei steigender Komplexität. Folglich müssen bestehende Entwicklungsprozesse kontinuierlich verbessert werden, um dem Zeit- und Kostenrahmen in Projekten gerecht zu werden. In dieser Arbeit werden qualitative, metriken-basierte Meilensteine definiert, die einen reibungslosen Übergang zwischen Entwicklungsphasen sicherstellen. Ein Rahmenwerk zur Risikobewertung von Fahrzeug-Funktionen wird vorgeschlagen, welches im Sinne des risikobasierten Testens zur Steuerung des Testumfangs genutzt werden kann. Es werden Risikofaktoren identifiziert, die eine Anwendung im Kontext vernetzter Mobilität erlauben. Zuvor definierte Metriken aus frühen Entwicklungsphasen fließen in die Bewertung ein und gewährleisten ein Mindestmaß an Objektivität. Das Rahmenwerk wird anhand einer Fallstudie evaluiert und der operative Mehrwert aufgezeigt.

Gliederung

* Einführung: Mobilitätsherausforderungen als Automotive Dienstleister
* Metriken-getriebene Software Prozesse
- Prozessanforderungen im Kontext Mobilität
- Qualitätssicherstellung über qualitative Meilensteine
* Metriken basiertes Rahmenwerk zur Risikobewertung von Fahrzeug-Funktionen
- Kontext: risikobasiertes Testen
- Risikofaktoren und –skalen für vernetzte Mobilität
- Risikobewertung anhand von Metriken aus frühen Entwicklungsphasen (Anforderungs-/Architekturentwicklung)
- Anwendung: Risikobewertung anhand einer Fallstudie
* Ausblick
- Verfeinerung von Risikogrenzschwellen auf Basis von Metriken aus späteren Entwicklungsphasen (z.B. Systemverifikation)

Nutzen und Besonderheiten

Dieser Beitrag nimmt im Schwerpunkt Bezug zu den Themen „Test & Quality Assurance“ sowie „Software Engineering Management“. Er behandelt die Sicherstellung von Produktqualität über geeignete Prozesse und Metriken. Im Vergleich zu konventionellen Ansätzen im Bereich des risikobasierten Testens ebnet der vorgestellte Ansatz den Weg zu einer objektivierten Risikobewertung über Metriken aus frühen Entwicklungsphasen. Dabei wird explizit auf die besonderen Anforderungen vernetzter Mobilität eingegangen, indem Risikofaktoren entsprechend gewählt und definiert werden. Durch die Abstraktion des Rahmenwerks auf Fahrzeug-Funktionen, anstatt auf beispielsweise Software-Komponenten, ist der vorgestellte Ansatz besonders für den Mobilitäts-Kontext geeignet, da hier eine dezentralisierte Infrastruktur die Regel ist.

Über den Referenten

Abschluss: M. Sc. Informatik (mit Auszeichnung) an der RWTH Aachen akt. Tätigkeit: Promotion an der RWTH Aachen am Lehrstuhl Informatik 11 "Embedded Software" in enger Kooperation mit der FEV Europe GmbH Schwerpunktthema: Strukturelles Qualitätsmanagement (semi-automatisiertes Ableiten einer geeigneten Teststrategie) Bisherige Publikationen: Stuttgarter Symposium 2017, "Metric-based strategies for quality assurance of automotive embedded software"