Call for Papers

Semi-automatische Safety-Analyse und -Optimierung ( Vortrag )

Wie Sicherheit von modellbasierter Entwicklung profitiert

Referent: Dr.-Ing. Peter Munk, Robert Bosch GmbH
Vortragsreihe: Safety II
Zeit: 06.12.17 16:45-17:25
Co-Referenten: Dr. Arne Nordmann, Dr. Eike Thaden, Rakshith Amarnath, Markus Schweizer, Dr. Simon Burton

Zielgruppe

Entwicklung

Themenbereiche

Analyse & Design, Sichere Software

Schwerpunkt

Methode

Voraussetzungen

Grundlagenwissen

Kurzfassung

Die Komplexität und Anforderungen an funktionale Sicherheit und Fehlertoleranz von E/E Systemen im Automobilbereich nehmen stetig zu. Gleichzeitig schreiben Sicherheitsnormen wie die ISO 26262 arbeitsintensive Schritte wie die Fehlerbaumanalyse (FTA) und die Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) vor. Diese Schritte werden oft manuell und ohne systematische Wiederverwendung von Artefakten durchgeführt. In diesem Vortrag stellen wir eine semi-automatischen Sicherheitsanalyse- und Optimierungsmethodik vor. Entsprechend bekannter Ansätze wie Component Fault Trees wird ein funktionales oder technisches Systemmodell um Fehlerpropagationsinformationen erweitert. Daraus werden automatisch die FTA und die FMEA für das Gesamtsystem abgeleitet. Aufgrund dieser Analysen kann das Modell zudem mittels wiederverwendbarer Architekturmuster optimiert werden. Als Teil einer modell-basierten Entwicklung erhöht die vorgestellte Methodik somit den Automatisierungsgrad und senkt die Entwicklungsdauer.

Gliederung

- Motivation des Themas durch steigende Komplexität
- Aufzeigen der aktuellen Herausforderungen
- Hintergrund: Modell-basierte Entwicklung
- Demonstration der Funktionsweise der automatische Safety Analyse anhand eines Beispiels
- Demonstration der automatischen Safety Optimierung ebenfalls anhand eines Beispiels
- Verweise auf verwandte Arbeiten und Werkzeuge
- Zusammenfassung über Key Takeaways und Ausblick

Nutzen und Besonderheiten

Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die aktuellen Herausforderungen beim Sicherheitsnachweis von elektrisch/elektronischen Systemen. Obwohl dies mit dem Fokus auf dem Automobilbereich geschieht, ist der Ansatz auch für andere sicherheitskritische Domänen relevant. Der Zuhörerschaft wird eine innovative Methodik zur automatischen Analyse und Optimierung der Sicherheit solch komplexer Systeme auf Basis einer Modell-basierten Entwicklung vermittelt. Die zugrundeliegende Funktionsweise wird anhand eines verständlichen Beispiels vorgestellt. Zudem erfährt das Publikum welche verwandten Arbeiten und Werkzeuge existieren.

Über den Referenten

Herr Dr.-Ing. Peter Munk ist Forschungsingenieur bei der Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH. Er hat an der TU Berlin zum Thema Software-implementierte Fehlertoleranzmechanismen für sicherheitskritische Echtzeitanwendungen promoviert. Im Rahmen seiner Promotion hat er auf mehreren internationalen Konferenzen Vorträge gehalten. Zu seinen Interessengebieten gehören Modell-basierte Sicherheitsanalysen, Fehlerinjektionsverfahren und die Kombination von Safety und Security Ansätzen.